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2011-10-17 09:00 Tagesseminar: Spielarten des Dokumentarischen

Einführung in die Geschichte und Theorie des nonfiktionalen Films

Am 17.10.2011 von 9 – 18 Uhr im TR Clubraum Venusberg (Sigmund-Freud-Str. 25) bietet das Kulturreferat des AStA der Universität Bonn ein kostenloses Tagesseminar zum Thema „Spielarten des Dokumentarischen“ mit dem Medienanthropologen und Filmemacher Dr. Thorolf Lipp an.

Kein anderes filmisches Genre hat einen ähnlich schwierigen narrativen Spagat zu meistern wie der nonfiktionale Film. Einerseits soll er das Bedürfnis des Menschen nach „Geschichten“ befriedigen. Andererseits erhebt er den fast positivistischen Anspruch, das von ihm Dargestellte so abzubilden – es so zu dokumentieren – wie es „in Wirklichkeit“ sei. Da aber jedes Geschichtenerzählen eine Irrealisierung der Realität darstellt, ein bleibendes Paradoxon.

Um dieser Herausforderung immer wieder neu gerecht werden zu können, hat sich der nonfiktionale Film, im Laufe der Filmgeschichte in sehr deutlich voneinander unterscheidbare Prototypen ausdifferenziert. Dabei sind die Grenzen zwischen diesen Formen immer fließend geblieben. Sie gehen ineinander über: durch das andauernde Spielen-mit und Infragestellen-von ästhetischen und dramaturgischen Konventionen.

Obwohl es zweifellos spannend wäre, den aktuellsten dramaturgischen Trends des nonfiktionalen Films nachzugehen, ist das Anliegen dieses Tagesseminar ein Anderes: Wir werden uns auf die Suche nach den dramaturgischen Prototypen nonfiktionaler Dramaturgie begeben. Die These dabei ist, daß sich im Grunde nur fünf grundsätzlich unterschiedliche Formen des nonfiktionalen Films unterscheiden lassen, auf denen alle Spielarten des Dokumentarischen basieren. Auch heute ist in aller Regel sehr deutlich erkennbar, welche der fünf Formen die Dramaturgie eines Filmes maßgeblich prägt.

Die Frage ist also: Welche Formen des nonfiktionalen Film gibt es und wie, beziehungsweise auf Grund welcher Problemstellungen sind sie entstanden? Was zeichnet sie jeweils gegenüber den anderen aus und welche Vorteile beziehungsweise Nachteile bringen sie mit sich?

Gemeinsam mit dem Dozenten Dr. Thorolf Lipp werden die Teilnehmer die Geschichte des Dokumentarfilms in seinen vielfältigen Ausprägungen nachverfolgen, anhand von Filmbeispielen die unterschiedlichen Gattungen des Dokumentarischen analysieren, die Eigenarten feststellen und somit einen schärferen Blick für die Feinheiten der Darstellungsarten gewinnen.

Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für ein Filmgenre zu vermitteln, das traditionell die mediale Landschaft prägt und dem auch in Zukunft kein Abebben an Nachfrage bevorstehen wird.


Anmeldungen bitte unter der Adresse kultur@asta.uni-bonn.de.

Dr. Thorolf Lipp ist Kultur- bzw. Medienanthropologe, Filmemacher und Inhaber der Arcadia Filmproduktion in Berlin. Im WS 2011/12 wurde er auf die Gutenberg Gastdozentur an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz berufen (www.thorolf-lipp.de)

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15:00 Symposium: Der Wutbürger - Zur Kritik des (anti)autoritären Charakters

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20:15 Kino für die Menschenrechte

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20:00 Filmabend: Sichtweisen - Lesben über Lesbenfilme

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18:00 Podiumsdiskussion: Frauen im Arabischen Frühling

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2012-05-05 15:00 Symposium: Der Wutbürger - Zur Kritik des (anti)autoritären Charakters
2012-05-07 20:15 Kino für die Menschenrechte
2012-05-08 19:00 Syria The Arab Spring´s unhappy ending
2012-05-09 20:00 Der "Arabische Frühling"
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