Sie befinden sich hier: StartseiteTermine → 2012-06-08 20:00 Ein Volk, ein Reich, eine Familie - Über den literaturpolitischen Familienbetrieb Martin Walsers

2012-06-08 20:00 Ein Volk, ein Reich, eine Familie - Über den literaturpolitischen Familienbetrieb Martin Walsers

Der literaturpolitische Familienbetrieb Martin Walsers und seine
Versuche, Kritik zu kriminalisieren und den Kritiker mundtot zu machen

Vortrag und Diskussion mit Carl Wiemer (Hamburg, Mandello del Lario)


In seiner Dokumentarkomödie ‚Der Literaturverweser’ (Edition Tiamat 2010) hat Carl Wiemer Martin Walser und seine Töchter als prototypische Produkte des deutschen Kulturbetriebs gezeichnet, in dem inzestuöse Borniertheit, künstlerische Inferiorität und ein unbelehrbarer Antisemitismus stets für preiswürdig gehalten werden.

Daneben begleitete er zwei Jahre lang die öffentlichen Auftritte Martin Walsers und seiner Tochter Alissa mit Aufklärungsmaterialien, die er bei deren Lesungen unters Publikum brachte. Seitdem wird er von der Familie Walser mit einer Flut von Unterlassungserklärungen, einstweiligen Verfügungen, Zivil- und Strafprozessen eingedeckt, die den Zweck verfolgen, Kritik zu kriminalisieren und den sie übenden Kritiker mundtot zu machen.

In seinem Vortrag schildert Carl Wiemer die gegen ihn gerichteten Versuche der Familie Walser, ihre Lebens- und Geschichtslügen juristisch sanktionieren zu lassen. Diese Lebens- und Geschichtslügen korrespondieren auf frappierende Weise mit jenen der deutschen Nation, was insofern nicht wunder nimmt, als von den Walsers zwei der glorreichsten deutschen Traditionen verkörpert werden, nämlich der Antisemitismus durch das NSDAP-Mitglied Martin Walser und das Denunziantentum durch seine Tochter Alissa und deren Ehemann, den STASI-Spitzel Sascha Anderson.

Außerdem geht es um die Analyse des hiesigen Kulturbetriebs als branchentypischer Gestalt eines Rackets, als deren kleinste Gestalt die Familie firmiert, während seine aggressivste Form die Nation darstellt. Nicht zufällig hat Walser die Nation stets als Großfamilie konzipiert. Das deutsche Kulturracket bringt folgerichtig den Typus des Staatsschriftstellers hervor, der sich nicht nur von staatlichen Zuwendungen nährt, sondern auch keinen Moment zögert, die staatlichen Vollzugsorgane Polizei und Justiz einzuschalten, um gegen seinen letzten Feind, den freien Autor, vorzugehen. Der Staat, der nicht umsonst allseits als Vater imaginiert wird, soll seine Polizeikräfte mobilisieren, um jene Rolle einzunehmen, die Papa Martin für seine talentfreien Töchter zeitlebens gespielt hat.
Nichts widerspricht dem Geist der Literatur mehr als die Walsersche Vorstellung, dass die Literatur ein in Erbfolge zu führender Familienbetrieb sei, in dem die Herkunft alles und die Texte nichts zählen.


Carl Wiemer, geboren 1964, lebt bei Hamburg und in Mandello del Lario. Veröffentlichungen u.a. in »Merkur« und »Giornale della Filosofia«.


Am Freitag, den 8. Juni 2012

'um 20 Uhr'
im Hörsaal 17 (Englisches Seminar, Universitäts-Hauptgebäude, Bonn-Zentrum).

Der Eintritt ist kostenfrei.

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18:00 Konzert des Hofgartenorchesters

11:00 Wanderung ins Siebengebirge

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21:00 Benefiz Maua Party - World Beats and Africa Tunes

20:00 Diskussionsveranstaltung

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20:00 Diskussionsveranstaltung

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16:00 K-POP-DANCE Workshop

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11:15 Matinéekonzert

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20:15 Konzert zum Dies academicus

19:00 Eröffnung Fotoausstellung

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Datum
2013-05-01 11:00 Wanderung ins Siebengebirge
2013-05-01 18:00 Konzert des Hofgartenorchesters
2013-05-08 20:00 Diskussionsveranstaltung
2013-05-08 21:00 Benefiz Maua Party - World Beats and Africa Tunes
2013-05-22 20:00 Diskussionsveranstaltung
2013-05-24 16:00 K-POP-DANCE Workshop
2013-05-25 11:15 Matinéekonzert
2013-05-29 19:00 Eröffnung Fotoausstellung
2013-05-29 20:15 Konzert zum Dies academicus


Veranstalter: Referat für Kultur und studentische Initiativen des AStA der Universität Bonn