Bonner Studierende endlich wieder mit starker Stimme überregional vertreten

Am vorletzten Wochenende (6. bis 8. August 2010) fand in Köln die Mitgliederversammlung des fzs (freier zusammenschluss von studentInnenschaften) statt. Der fzs ist der überparteiliche Dachverband von Studierendenvertretungen in Deutschland und vertritt bundesweit soziale, kulturelle, politische und wirtschaftliche Interessen von Studierenden. Etwa 80 Hochschulen sind Mitglied im fzs, sodass rund eine Millionen Studierende in Deutschland durch ihn vertreten werden.

Auch die Universität Bonn ist wieder Mitglied im Zusammenschluss. Die Aufnahme erfolgte am Freitag, dem 6. August, bei der Mitgliederversammlung. Der AStA-Vorsitz, der als Vertreter der Studierendenschaft der Universität Bonn agiert, hatte zuvor den Antrag auf sofortigen Beitritt in den fzs gestellt. Der Antrag war an die Bedingung gekoppelt, die Mitgliedsbeiträge für die Universität Bonn für das laufende Haushaltsjahr zu erlassen. Diese Bedingung folgte aus der nachweislich angespannten Haushaltslage aufgrund stetig sinkender Studierendenzahlen und einer verantwortungslosen Finanzpolitik des Vorgänger-AStA, der u.a. den AStA-Beitrag gesenkt hatte. Der AStA-Vorsitz konnte die Mitgliederversammlung des fzs davon überzeugen, dass die Entrichtung von fzs-Mitgliedsbeiträgen für das laufende Haushaltsjahr der Bonner Studierendenschaft nicht möglich ist. Der Erlassantrag wurde daraufhin einstimmig angenommen.

Daneben wurden auch drei Mitglieder der jetzigen Bonner AStA-Koalition in den Ausschuss für Hochschulfinanzierung und Struktur gewählt. So werden Martin Commentz, Bianca Hilfrich und die AStA-Vorsitzende Magdalena Möhlenkamp auch auf überregionaler hochschulpolitischer Ebene Verantwortung übernehmen und die Bonner Studierendenschaft dort direkt vertreten.

Magdalena Möhlenkamp zeigte sich nach der einstimmig erfolgten Wiederaufnahme hoch erfreut: „Dies ist ein gutes Signal für die Interessen der Bonner Studentinnen und Studenten. Endlich werden wir wieder überregional vertreten im größten überparteilichen Dachverband aller Studierendenschaften.“