Nachricht:Pressemitteilung: AStA Bonn spricht sich gegen Studiengebühren aus

Der Allgemeine Studierendenausschuss Bonn schließt sich der Petition des Aktionsbündnisses gegen Bildungs- und Studiengebühren an und spricht sich gegen die in NRW geplante Einführung von Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern aus. Die von der neuen CDU-FDP-Landesregierung angedachten Gebühren sollen bis zu 1.500€ pro Semester betragen. Erfahrungen aus Baden-Württemberg zeigen jedoch, dass eine hohe Anzahl internationaler Studierender unter diesen Bedingungen kein Studium in diesem Bundesland mehr aufnimmt und der jeweilige Studienstandort entsprechend darunter leidet; weiterhin versickert ein Großteil der Gebühren in den dafür notwendigen Verwaltungsstrukturen.

„Die Studienfinanzierung ist insgesamt herausfordernd genug“, sagt Sinah Röttgen (Grüne Hochschulgruppe), stellvertretende AStA-Vorsitzende. „Warum möchte man unbedingt Studierende, die bereits ein Sperrkonto vorhalten sowie Visa- und Sprachkursgebühren bezahlen müssen und nur sehr wenig arbeiten dürfen, noch zusätzlich belasten? Ich sehe hier reinen Populismus und befürchte, dass die enormen weiteren Kosten viele ausländische Studierende von einem Studium in Deutschland abhalten und so der akademische Austausch leidet.“

Tobias Eisenach (Juso-Hochschulgruppe), Referent für Hochschulpolitik, ergänzt: „Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger*Innen befördern lediglich Elitendenken und rassistische Vorurteile. Gute Bildung ist ein Menschenrecht; für die selbsternannte 'Bildungsrepublik' wäre es ein Armutszeugnis, hier eine Anpassung nach unten vorzunehmen und die finanziellen Bedingungen für internationale Studierende weiter zu verschlechtern. Bildung ist unsere Zukunft – und diese darf nicht noch stärker vom Geldbeutel abhängig werden.“


Die Petition und weitere Hintergrundinformationen sind unter folgendem Link abrufbar: https://www.openpetition.de/petition/online/keine-studiengebuehren-in-nrw