Referat für politische Bildung

Ort
Tel.
0228/73-6157

Anwesenheitszeiten

Montag
-
Dienstag
-
Mittwoch
17.00-18.00 Uhr
Donnerstag
-
Freitag
-

Mitarbeiter/innen

Stefan Schröder
Referent
Rahel Schüssler
Mitarbeiterin
Kilian Hoffmeister
Mitarbeiter
Florian Borck
Mitarbeiter








Wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus finden jegliche Sprechstunden per Mail statt. Schreibt uns gerne unter polbil @ asta.uni-bonn.de oder auf Facebook.

ENGLISH VERSION BELOW

Will man einen Ort finden, an dem gute Bedingungen für Bildung vorherrschen, wird man an der heutigen Universität bitter enttäuscht und doch kaum einen besseren finden. In einem Betrieb, der ausbilden will, also allseits kompatible Arbeitskraftmodule herstellen möchte, beabsichtigt das Referat für politische Bildung seine Kräfte nicht für eine weitere Verlängerung des monotonen Unialltags und die Verschönerung der eigenen Bewerbungsmappe zu verausgaben, sondern trotz bescheidener Mittel aufzuzeigen, dass Erkenntnis, die mehr sein will als instrumentelle Vernunft, möglich ist.

Wir möchten versuchen, an der politischen Bildung der Studierenden mitzuwirken und arbeiten dafür an einer kritischen Politisierung der Studierendenschaft. Hierzu organisieren wir Vorträge, Seminare und Filmvorführungen, die grundsätzlich kostenfrei zugänglich sind. Wir wollen in unserer Arbeit Themenbereiche bedienen, die im Ausbildungsbetrieb der Universitäten keinen Platz finden und dadurch ebenjenem Ausbildungscharakter deutscher Hochschulen durch kritische politische Bildung etwas entgegensetzen. Im Gegensatz zu anderen Stellen der politischen Bildung begreifen wir diese nicht lediglich als die Möglichmachung von Wahlkampfauftritten deutscher Politiker*innen. Vielmehr versuchen wir in unseren Veranstaltungen ein breites Feld uns unterrepräsentiert erscheinender Themen abzudecken.

So luden wir in der Vergangenheit als Vortragende u.a. Wolfgang M. Schmitt zum Thema Kapitalismuskritik in Hollywood, Moritz Zeiler für eine Einführung in die materialistische Staatskritik oder Dr. Christine Zunke zum Verhältnis von "Objektivität und ihre[r]Subjektivität" ein. Weiterhin veranstalteten wir eine Filmreihe in Gedenken an den französischen Regisseur Claude Lanzmann und einen Workshop über die Krisen des Kapitalismus mit Michael Heinrich und veröffentlichen ferner kostenfreie Reader zur Vertiefung der eigenen politischen Bildung. Unsere Broschüre „Der Verbindung Untertan - Zur Kritik der studentischen Korporationen“ führt in die ideologischen Gemeinsamkeiten (Männerbündelei, Lebensbund, Ritualgemeinschaft) des pluralistischen Verbindungswesens ein.

Die Vielzahl der Themen, denen wir uns in unseren Veranstaltungen widmen, werden begleitet von einem Konsens, der die Arbeit des Referats bestimmt. Wir wollen Kritik üben an repressiven, anti- individualistischen Gemeinschaftsideologien und gegenaufklärerische Bestrebungen von staatlichen und nicht-staatlichen Akteur*innen. Wir möchten durch diese Kritik Aufklärung leisten über bestehende Angriffe auf die Freiheiten des Individuums und die Errungenschaften der bürgerlichen Gesellschaft. Durch diese Aufklärung soll den sich häufenden Beispielen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeiten entgegengetreten und die dahinter liegenden Entstehungs- und Beweggründe beleuchtet werden. Die Arbeit des Referats soll schlussendlich zur Ausbildung einer kritischen Mündigkeit beitragen.

Das Referat für politische Bildung besteht momentan aus Florian Borck, Kilian Hoffmeister, Stefan Schröder und Rahel Schüssler. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr uns gerne unter unserer Mail- Adresse polbil@asta.uni-bonn.de erreichen. Wir freuen uns weiterhin auf ein reges Interesse an der Arbeit des Referats.


If you want to find a place where good conditions for education prevail, you will be bitterly disappointed at today's university and yet you will hardly find a better one. In a company that wants to educate, i.e. produce universally compatible manpower modules, the Department for Political Education not to spend his forces on a further extension of the monotonous everyday life at university and the embellishment of his own application folder, but to show, despite modest means, that knowledge that wants to be more than instrumental reason,is possible.

We would like to try to participate in the political education of students and are working on a critical politicization of the student body. To this end, we organize lectures, seminars and film screenings, which are generally accessible free of charge.

In our work, we want to address topics that have no place in university training and thus counteract the educational character of German universities with critical political education. In contrast to other institutions of political education we do not only understand this as the making possible of election campaign appearances of German politicians*. Rather, we try to cover a broad field in our events and to underrepresented topics.

In the past, we have invited speakers such as Wolfgang M. Schmitt on the topic criticism of capitalism in Hollywood, Moritz Zeiler for an introduction to the materialistic State Criticism or Dr. Christine Zunke on the relationship between "objectivity and its subjectivity".

We also organized a film series in memory of the French director Claude Lanzmann and a workshop on the crises of capitalism with Michael Heinrich and also publish free readers to deepen their own political education. Our brochure "Der Verbindung Untertan - Zur Kritik der studentischen Korporationen" leads into the ideological commonalities (male bonding, life bond, ritual community) of the pluralistic liaison system.

The variety of topics that we address in our events is accompanied by a consensus that determines the work of the unit. We want to criticize repressive, anti-individualistic community ideologies and counter-enlightenment efforts of state and non-state actors.

Through this criticism we would like to shed light on existing attacks on individual freedoms and the achievements of civil society. This clarification is intended to counteract the increasing examples of group-related misanthropy and to shed light on the underlying causes and motives.

Ultimately, the work of the department should contribute to the formation of a critical maturity.

The Department for Political Education currently consists of Florian Borck, Kilian Hoffmeister, Stefan Schröder and Rahel Schüssler. If you have any questions or suggestions, please feel free to contact us at our e-mail address polbil@asta.uni-bonn.de.

Downloads:


Neuauflage des "Burschireaders" 2011: Der Verbindung Untertan - Zur Kritik studentischer Korporationen


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